Eigentum ist Diebstahl

 

Der französische Anarchist Pierre Joseph Proudhon schreibt in seinem 1840 erschienen Buch «Qu’est ce que la propriété?» die Schlussfolgerung:

Eigentum ist Diebstahl. Gemeint ist Privateigentum als Privileg oder Monopol, im Sinn von: „Solange Eigentum Privilegien birgt, solange bedeutet privilegiertes – also erpresserisches – Eigentum Diebstahl“. 

Er schreibt, man dürfe ausser den persönlichen Arbeitsmitteln lediglich diejenigen Güter besitzen, die man durch eigene oder kollektive Arbeit hergestellt oder im Tausch dafür erworben hat. Ausbeutung der Arbeitskraft anderer gehöre unterbunden, um die daraus resultierende Kapitalanhäufung und Machtkonzentration zu verhindern. 

Die Welt würde anders ausschauen, hätten wir die Stimme dieses Früh-Anarchisten ernst genommen. 

Wenn man dann auf einer tieferen Ebene noch versteht, dass alles in der gesamten Schöpfung Gott gehört (Bhagavad Gita 5.29) und somit gebraucht werden darf als Darbringung an Ihn, um Ihn auf diese Weise inmitten dieser Welt transparent werden zu lassen, dann scheint der Missbrauch dieser Welt, die Ausbeutung von Arbeitskräften und die damit verbundene Kapital- und Macht-Konzentration, noch viel absurder. Kapitalanhäufung ist ja nur ein Ersatz für ein schwächliches Selbstwertgefühl, also Kompensation für eine Seelen-Verankerung.